Aktuelles

Orgelkonzerte auf Sebastian-Orgeln: 
40.Sieker Orgelmusik
5. Februar 2012, 18.00 Uhr in der Friedenskirche

 

Ernst-Erich Stender spielt César Franck

Die Reihe der Sieker Orgelmusiken startet am 5. Februar um 18.00 Uhr in das Neue Jahr. Programmschwerpunkt im Jahr 2012 ist der Komponist César Franck, dessen Komposition „Prélude, Fugue et Variation“ in jedem Orgelkonzert erklingt, so dass ein Interpretationsvergleich möglich ist. Außerdem werden alle Großwerke des Komponisten, der ein Vertreter der französischen Romantik ist, zur Aufführung gebracht. 

Ernst-Erich Stender, über Deutschlands Grenzen hinaus bekannter Kirchenmusikdirektor und Professor, wird den Zyklus „Sieker Orgelmusiken“ eröffnen. Regelmäßigen Besuchern der Sieker Orgelmusiken ist Prof. Stender mit seinen überaus anspruchsvollen, aber auch unterhaltsamen Programmen bereits ein Begriff: Er übernahm schon als Schüler seine erste Organistenstelle und wurde nach beendetem Studium an der Hochschule für Musik in Lübeck 1973 zum Organisten an St. Marien zu Lübeck gewählt. Sein Repertoire umfasst die wesentlichen Werke vom Barock bis zur Moderne. Wiederholt interpretierte er das gesamte Orgelwerk von Johann Sebastian Bach und Dietrich Buxtehude. Zahlreiche CD-Einspielungen dokumentieren seine Vielseitigkeit. Stenders Interpretationen wurden mit dem "Preis der deutschen Schallplattenkritik" und dem "Deutschen Schallplattenpreis" gewürdigt. Seine Diskographie wird jährlich um einige Neuproduktionen reicher, die Musikkritik spricht von ihm als "organistisches Ereignis besonderer Art" und als Organisten "von höchstem künstlerischen Rang".  Im Programm der 40. Sieker Orgelmusik interpretiert Stender neben dem bereits erwähnten Werk von Franck noch dessen a-Moll Choral sowie als weiteren Höhepunkt eine eigene Bearbeitung des bekannten Orchesterwerkes von Edward Grieg  „Peer-Gynt-Suite Nr. I“. Werke von Buxtehude und von Bach runden das Programm ab, in dem wiederum der gesamte Klangreichtum der Sebastian-Orgel zur Entfaltung kommen wird.

Die 40. Sieker Orgelmusik beginnt um 18.00 Uhr, der Eintritt ist frei, am Ausgang wird eine Spende zur Fortsetzung der Reihe erbeten. Die Kirchengemeinde freut sich auf ein zahlreiches Publikum

 

Syburger Sonntagsmusiken
weitere Informationen zur Orgel in Syburg

Sieker Orgelmusiken

Hauptkirche St.Trinitatis Altona

 

 

 

 

Renovierung der Kleuker-Orgel in der
Hauptkirche St. Trinitatis in Hamburg-Altona
2010/2011

Disposition:

Hauptwerk

Schwellwerk

Positiv

Pedal

Gedacktpommer 16'

Liebl. Gedackt 16'

Gedackt 8'

Prinzipal 16'

Prinzipal 8'

Prinzipal 8'

Quintade 8'

Subbass 16'

Rohrflöte 8'

Koppelflöte 8'

Prinzipal 4'

Quinte 10 2/3'

Oktave 4'

Weidenpfeife 8'

Rohrflöte 4'

Oktave 8'

Blockflöte 4'

Oktave 4'

Sesquialtera2-fach

Gemshorn 8'

Quinte 2 2/3'

Offenflöte 4'

Oktave 2'

Choralbass 4'

Oktave 2'

Nasat 2 2/3'

Quinte 1 1/3'

Hohlflöte 4'

Mixtur 6-fach 1 1/3'

Septnone 1 1/7'+8/9'

Scharffzimbel 4-fach 2/3'

Bauernflöte 2'

Zimbel 3-fach 1/3'

Cornett III-V

Bärpfeife 8'

Hintersatz 4'

Dulcian 16'

Scharffmixtur 5-fach 2'

 -Tremulant-

Posaune 16'

Trompete 8'

Fagott 16'

 

Trompete 8'

 

Franz. Oboe 8'

 

Trompete 4'

 

- Tremulant-

 

 

                                                                                                                                            45 Register

Koppeln:

I/P, II/P, III/P, II7I, III/I, III/II

Spieltraktur:

mechanisch

Registertraktur:

elektrisch

Spielhilfen:

4 freie Kombinationen, 1 freie Pedalkombination, Crescendowalze, Walze ab

Ladensystem:

Schleifladen

 

Die Hauptkirche St. Trinitatis steht in unmittelbarer Nähe des Hamburger Hafens am Fischmarkt in Altona.

Äußerlich ist dem barocken Kirchenbau mit seinem wunderschönen schlanken Turm die Totalzerstörung durch Fliegerbomben des 2. Weltkrieges im Juli 1943 nicht anzusehen. In den Jahren 1963-1969 wurde die Kirche unter der Leitung der Architekten Horst Sandmann und Friedhelm Grundmann wieder aufgebaut.

Die barocke Inneneinrichtung konnte nicht rekonstruiert werden. Es entstand ein schlichtes Kreuztonnengewölbe unter dessen Zentrum der Altar steht.

Hinter dem Altar erstreckt sich im Halbrund eine ca. 2 Meter hohe Holzbrüstung (Entwurf des Bildhauers Peter Dreher aus Freiburg) mit der Chor- und Orgelempore.

Im Jahre 1972 erhielt die St. Trinitatiskirche eine neue dreimanualige Orgel der Firma Kleuker. Das Instrument besitzt 45 Register mit mechanischer Spieltraktur und elektrischem Regierwerk.

In den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu Störungen im technischen und klanglichen Bereich der Orgel, sodass eine Renovierung unumgänglich wurde. Von November 2010 bis Juli 2011 haben wir das Instrument grundlegend überholt. Die Intonationsarbeiten wurden durch Orgelbaumeister Claus Sebastian ausgeführt. Mit der Montageleitung und der Durchführung der technischen Arbeiten war der Orgelbauer Uli Rudloff betraut. Bei der technischen Montage und der anschließenden Intonation war der Orgelbauer Rolf Sebastian maßgeblich beteiligt.

Während der Arbeiten haben wir immer einen Teil der Orgel spielbar gehalten. Unter anderem wurden die elektrischen Registerzugmotore, sowie alle sonstigen elektrischen Relais und Schaltfunktionen überprüft, überarbeitet und teilweise erneuert.

In den Spieltrakturen wurden die Balancierbälgchen (Spielhilfen) neu beledert und wieder funktionsfähig gemacht. Die Spielventile wurden mit einer hochwertigen Filz-Lederbeschichtung versehen.

In den Haupt- und Pedalwindladen bestand schon seit langem starker Winddruckabfall, der sich negativ auf die Stimmung der Orgel ausgewirkt hatte. Hier wurden die Hauptventildichtungen der Windladen erneuert.

Ein großer Teil der Arbeitszeit wurde auf die Nach- bzw. Umintonation der Pfeifenregister verwendet. Die Orgelpfeifen sind durch die Erbauerfirma überwiegend solide verarbeitet worden. So wiesen zum Beispiel die Prospektpfeifen vom offenen Prinzipal 16' keinerlei Ausbeulungen im Fuß- und Labiumbereich auf.

In Absprache mit dem Organisten Herrn Jonas Kannenberg haben wir die Weidenpfeife 8' im Schwellwerk als Schwebung gestimmt, sodass auch romantische Orgelmusik stilecht interpretiert werden kann. Die Pfeifen des Registers Septnone im Schwellwerk waren in den vorhergehenden Jahrzehnten teilweise stillgelegt worden. Dieses Register haben wir wieder in den Originalzustand versetzt, sodass auch zeitgenössische Orgelmusik auf dem Instrument interpretiert werden kann.

Die acht Zungenregister der Orgel wurden eingehend überholt, die Stimmvorrichtungen wieder gangbar gemacht und jede Pfeife im Rahmen der Intonationsarbeiten auf gute Stimmhaltung nachintoniert. Am Ende unserer Arbeiten stand dann eine umfassende Generalstimmung der Orgel.

Unser Dank für eine gedeihliche und angenehme Zusammenarbeit gilt ganz besonders Herrn Pastor Fridetzky, dem Gemeindesekretär Herrn Seebauer, den beiden Organisten Herrn Kannenberg und Herrn Schiefner und dem Sachverständigen Herrn Dr. Walter, der dieses Orgelbauprojekt beratend begleitet hat.

Zur "Nacht der Kirchen" am Sonnabend den 27.September 2011 wurden die vielfältigen Klangmöglichkeiten der wieder hergestellten Kleuker-Orgel in einem ersten Konzert von den beiden Organisten hervorragend vorgeführt.

Am 2. Advent erklang das Instrument in einem festlichen Gottesdienst, in dem allen Spendern gedankt wurde.

 

Claus Sebastian
Orgelbaumeister

Ausgebaute Registerzugmotore

Reparatur des Hauptventils der Hauptwerkswindlade

Überarbeitung des dreimanualigen Spieltisches

Kehlen und Zungen des Fagott 16' aus dem Hauptwerk

Claus Sebastian beim Intonieren einer Subass 16' - Pfeife

Uli Rudloff beim Einbrennen von Leitstiftlöchern in die neu befilzten Spielventile

Claus Sebastian beim Vorintonieren

Uli Rudloff beim Neubeledern eines Balancierbälgchens

Rolf Sebastian beim Transport einer Pfeife des Oktavbass 8' in die Orgel

Ausbau des tiefen C's vom Prinzipal 16' im Pedal

 

 

Eine neue Orgel für die DRK-Augusta-Schwesternschaft in Lüneburg

Erbaut  2010

Disposition:

Rohrflöte  8'

Prinzipal  4'

Blockflöte  4'

Flageolet  2'

Quinte  1 1/3'

Tonumfang:

Manual: C - g'''
mit angehängtem Pedal: C - f'
Die DRK-Augusta-Schwesternschaft wurde 1875 in Breslau/Schlesien mit der finanziellen Unterstützung der preußischen Kaiserin Augusta gegründet. Nachdem die Aufgaben immer mehr angewachsen waren, entschloss man sich 1885/86 ein eigenes Hospital zu bauen, das nach der Förderin, der Kaiserin Augusta benannt wurde. Das Augusta-Hospital beherbergte auch das Mutterhaus der Schwesternschaft.

Nach den Wirren des zweiten Weltkrieges und der Enteignung in Breslau haben sich fünf Schwestern mit ihrer Oberin in Lüneburg angesiedelt und über einen Gestellungsvertrag mit der Stadt Lüneburg die Ausbildung an der Schule für Pflegeberufe übernommen. Diese gute Zusammenarbeit besteht auch heute noch.

Aus dem Mutterhaus in Lüneburg entwickelte sich im Laufe der Jahre das Alten- und Pflegeheim der Augusta-Schwesternschaft, das nach dem letzten Um- und Erweiterungsbau 1999  78 Bewohnern ein Heim bietet, das den modernen Anforderungen gerecht wird.

Inzwischen ist die Augusta-Schwesternschaft Lüneburg unter der Leitung ihrer Oberin Frau Börner-Gleiß auf 270 Mitgliedsschwestern und 70 angestellte Mitarbeiter angewachsen. 120 Schwestern sind im städtischen Klinikum eingesetzt, andere arbeiten im ambulanten Pflegedienst und im schwesternschaftseigenen Alten- und Pflegeheim. An der Schule für Pflegeberufe am städtischen Klinikum bildet die Schwesternschaft derzeit 40 Schülerinnen aus.

Zur Tradition der Schwesternschaft gehört aber auch die Zusammenkunft aller Generationen zu verschiedenen Anlässen im Laufe des Jahres. Es finden Gemeindenachmittage, Gottesdienste, Andachten und die Aussegnung der verstorbenen Bewohner und Mitgliedsschwestern im Veranstaltungsraum, der liebevoll "Wohnzimmer" genannt wird, statt. 

Hier war auch immer eine kleine Pfeifenorgel in Betrieb, die in den vergangenen Jahren immer schlechter spielbar war. Auf Initiative von Frau Börner-Gleiß wurde in den letzten zweieinhalb Jahren durch verschiedene Veranstaltungen und Spendenaktionen für die neue Orgel gesammelt.

So konnten wir Ende April 2010 mit dem Einbau des neuen Instrumentes beginnen.

Das Orgelgehäuse ist aus massivem Eichenholz gefertigt und orientiert sich an den Vorbildern des 18. Jahrhunderts. Durch die kastenförmige, symmetrische Anordnung der einzelnen Pfeifenfelder soll ein Bezug zur Neuzeit hergestellt werden. Im Stil des historischen Orgelbaus des Barockzeitalters präsentiert sich die Technik im Inneren des Instrumentes. sowie die Aufstellung der sichtbaren und aller anderen 280 Pfeifen. Der Spieltisch mit seiner Manualklaviatur und den 30 Pedaltasten ist zentral im Orgelgehäuse angeordnet. Von hier führen alle Register- und Spieltrakturverbindungen über Winkel, Wellen und Hebel auf kürzestem Wege waage- und senkrecht an die entsprechen Ventile und Registerschieber in die Orgel hinein.

Für die Anfertigung der mechanischen Teile wurde gut abgelagertes Eichen-, Spruce- und Buchenholz verwendet. Diese Bauart begünstigt eine leichte und präzise Spielart des Instrumentes. Die Metallpfeifen sind aus einer hochwertigen Zinn-Blei -Legierung hergestellt. Die Holzpfeifen wurden aus Kiefernholz gefertigt.

In einem feierlichen Festgottesdienst am 9. Juni 2010 wurde die Orgel durch Pastor Ingo Reimann mit originalem Jordanwasser geweiht.

 

Spieltischbau

Gehäusebau

Gehäusemontage 1

Gehäusemontage 2

Uli Rudloff, Rolf Sebastian, Frau Börner-Gleiß, Frau Krüger  (v. l.)

 

Frau Börner-Gleiß beim ersten Probespiel

 

 

Einbau eines neuen elektronischen Regierwerkes
in die Kleuker-Orgel der St. Nikolaikirche in Burg auf Fehmarn
2010

 

 

Von Januar bis Ende März 2010 haben wir an den beiden Spieltischen der Orgel neue Registrierungseinrichtungen eingebaut. Die Orgel besitzt einen fest installierten Spieltisch am Hauptgehäuse mit einer mechanischen Spieltraktur und einem elektrischen Regierwerk. Unten im Kirchenschiff befindet sich zusätzlich ein fahrbarer, elektrischer Spieltisch.

 

 

 

Jetzt erhielt dieses Instrument neue Registerdrücker aus Grenadill und Einschaltknöpfe für die neue elektronische Setzeranlage mit mehreren tausend Registrierfunktionen. Die alte Registeranlage stammte aus dem Jahre 1975, als die Orgel erbaut wurde. 

Der fahrbare Spieltisch wurde grundlegend überarbeitet und mit einem Bus System ausgestattet. Dieses System ist modular aufgebaut. Wie in einem Computer lassen sich die Funktionen der verschiedenen Schaltoperationen programmieren. Die Spieltischdaten werden mittels eines Computerkabels über das Bus System an die Windladen weitergeleitet.

Das neue Verbindungskabel zwischen Orgel und Spieltisch ist wesentlich dünner und flexibler als bei herkömmlichen fahrbaren Spieltischen. Es hat eine Länge von 30 m, so dass man den Spieltisch an verschiedene Stellen im Kirchenschiff fahren kann. Diese Möglichkeiten sind z. B. sehr hilfreich beim Begleiten des Chores oder für Aufführungen mit Orgel, Chor und Orchester. Am 16. Mai 2010 wurde die renovierte Orgel in einem festlichen Orgelkonzert von dem Kantor und Organisten der Burger St. Nikolaikirche Herrn Johannes Schlage der Gemeinde vorgestellt.

 

Das neue Registertableau

 

 

Der fahrbare Spieltisch mit Tableau

Einbau der Manualtasten nach der Neuverdrahtung

Die neue Ton- und Registerschaltung

Orgelneubau in der
Auferstehungskirche Reppenstedt
Fertigstellung 2007

Disposition:

Hauptwerk  C - g ''' Schwellwerk  C - g '''
Prinzipal  8' Metallgedackt  8'
Rohrflöte  8' Gambe  8'  C-H mit Gedackt  8' zusammen-
Oktave  4'                     geführt
Blockflöte  4' Rohrflöte  4'
Oktave  2' Flageolet  2'
Mixtur  1  1/3'  4-fach Quinte  2  2/3'
Trompete  8' Terz  1  3/5'
Quinte  1  1/3'
Scharff  1'  2-fach
Tremulant
Pedal  C - f '
Subbass  16'
Gedackt  8' Koppeln: II / I, II / Ped., I / Ped.
Oktave  4'      Transmission aus dem HW
Trompete  8' Transmission aus dem HW

Die Disposition entstand in Zusammenarbeit mit dem Orgelrevisor Herrn Reinhard Gräler, den Organistinnen Frau Almut Schacht, Frau Börner-Gleiß und dem Orgelbaumeister Claus Sebastian.
Die technische Anfertigung und Montageleitung lag in den Händen von Uli Rudloff. Rolf Sebastian wirkte bei der technischen Montage und der anschließenden Intonation mit.
Der Orgelprospektentwurf, die Bauzeichnungen, die Mensurierung der Pfeifen sowie die Intonationsleitung wurden durch Orgelbaumeister Claus Sebastian ausgeführt.

Der Einweihungsgottesdienst fand am Sonntag den 20. Mai 2007 um 10 Uhr statt.
Musikalisch wirkten mit: Die Organistin der Auferstehungskirche Frau Almut Schacht, die Solo-
trompeterin der Lüneburger Sinfoniker Frau Rita Akenau-Sanden und der Kantor und Organist der Lüneburger St. Michaeliskirche Herr Dr. Tobias Gravenhorst.

Uli Rudloff beim ersten Mauerdurchbruch für die Balgkammer

Uli Rudloff beim Anfertigen eines Wellenrahmens 1

 

Uli Rudloff beim Anfertigen eines Wellenrahmens 2

 

Linke Staffelei und Regierwerk

 

Transport der HW-Windlade auf die Empore

 

Uli Rudloff und Rolf Sebastian bei der Montage der SW-Windlade

 

Einbau der HW-Windlade

 

Gehäusemontage 1

 

Gehäusemontage 2

 

Rolf Sebastian bei der Gehäusemontage 3

 

Gehäusemontage 4

 

Uli Rudloff und Rolf Sebastian bei der Gehäusemontage 5

 

Uli Rudloff und Rolf Sebastian bei der Gehäusemontage 6

 

Uli Rudloff und Rolf Sebastian bei der Gehäusemontage 7

 

OBM Claus Sebastian bei der Vorintonation

 

OBM Claus Sebastian beim Aufdrehen einer Stimmrolle

 

Ofen und Brenneisen

 

Uli Rudloff beim Erhitzen der Brenneisen

 

Uli Rudloff beim Einrastrieren einer Pfeife mittels eines Brenneisens

 

Trompete 8' nach der Einrastrierung

 

Uli Rudloff beim Einrastrieren des Subbass 16'

 

Uli Rudloff bei der Montage einer Schwellertür

 

Gehäuse ohne Prospekt

 

Rolf Sebastian beim Einbau der Prospektpfeifen 1

 

Rolf Sebastian beim Einbau der Prospektpfeifen 2

 

Spieltisch mit geöffneter SW-Windlade

 

Blick vom Spieltisch auf einen Wellenrahmen und Abstrakten

 

Blick durch das Regierwerk seitlich auf den Spieltisch

 

Windlade mit geöffnetem Spunddeckel

Orgelneubau in der Friedenskirche Siek
Fertigstellung 2006

Prospektgestaltung:

Architekt Prof. Bernhard Hirche, Hamburg

Die Kirche in Siek, zunächst ein Bauwerk aus dem 13. Jahrhundert, wurde in der Mitte der fünfziger Jahre umgebaut.

Zu diesem Zeitpunkt wurde das Mauerwerk durch große Feldsteine ergänzt und eine hölzerne Kassettendecke eingezogen. Ebenso wurde eine Betonempore gebaut, die sich leider als akustisch ungünstig für die Kirchenmusik erwies.

Deshalb entschloss sich die Kirchengemeinde Siek auf Anraten ihres Organisten Herrn Henning Bergmann dieses akustische Problem vorrangig in einen Kriterienkatalog aufzunehmen.

Es entstand ein Orgelkonzept, das für uns als Orgelbauer insofern sehr reizvoll und interessant war, da es galt, ein Instrument zu bauen, das freischwebend vor die vorhandene Empore gesetzt werden sollte.

Der Hamburger Architekt Prof. Bernhard Hirche entwarf das Gehäuse und den Umbau der Empore. Dabei wurde die wuchtige Betonbrüstung entfernt und durch ein unauffälliges Eisengitter ersetzt. Ohne Stützpfeiler konnten die beiden Orgelgehäusekörper mit Hilfe einer Stahlkonstruktion vor die vorhandene Empore gebaut werden.

Im linken Orgelgehäuse befindet sich das Hauptwerk und im vorderen Bereich die  Cs-Lade  des Pedals. Das rechte Gehäuse enthält das Schwellwerk mit der davorgesetzten  C-Lade des Pedals. Der Spieltisch steht , mittig angeordnet, hinter den Orgelgehäusen. Durch den die Gehäuseteile trennenden Zwischenraum besteht Blickkontakt in den Altarraum. Ergänzend ist im Spieltisch ein Monitor eingebaut, über den sich mit einer Kamera der Altarraum gut einsehen lässt. Die Gehäuseseiten und -rückwände sind mit senkrechten Lamellen versehen, sodass die Organisten auch am Spieltisch einen optimalen Klangeindruck des Instrumentes haben.

Die Bauzeichnungen, die Mensuren der Pfeifen und die Intonation wurden durch Orgelbaumeister Claus Sebastian ausgeführt. Mit der Montageleitung und der Anfertigung der mechanischen Spiel- und Registertrakturen war der Orgelbauer Ulrich Rudloff betraut. Bei der technischen Montage und der anschließenden Intonation war der Orgelbauer Rolf Sebastian maßgeblich beteiligt.

Die Disposition der Orgel wurde in Zusammenarbeit des Orgelbausachverständigen Herrn Kirchenmusikdirektor Hans-Martin Petersen mit dem Organisten Herrn Studiendirektor Henning Bergmann erstellt. Sie ermöglicht die Darstellung aller Orgelwerke vom Barock über die Romantik bis zur Moderne.         

Claus Sebastian

Orgelbaumeister


Disposition:

Hauptwerk C - g''' (2.Manual) Schwellwerk C -  g''' (3.Manual)
Prinzipal  8' Bourdon  16'
Rohrflöte  8' Hohlflöte  8'
Oktave  4' Salicional  8'
Spitzflöte  4' Vox coeleste  8'
Quinte  2  2/3' Prinzipal  4'
Oktave  2' Traversflöte  4'
Mixtur  1  1/3'  4  fach Nasard  2  2/3'
Trompete  8' Flageolet  2'
Terz  1  3/5'
Pedal C - f' Quinte  1  1/3'
Subbass  16 Trompette harm.   8'
Prinzipalbass  8' Hautbois  8'
Gedackt  8'
Choralbass  4' Tremulant
Posaune  16'
Trompete  8'
1. Manual = Koppelmanual
Koppeln: II / Ped., III / Ped., II / I  ab
Spieltrakturen für die Manuale, das Pedal und die Koppeln mechanisch, in Holzbauweise
Registratur und Spielhilfen elektrisch
Setzerkombinationen (2.048) elektronisch

 

 

 

 

Transport des Spieltisches auf die Orgelempore

Orgelunterkonstruktion aus Stahlträgern

Spieltraktur Manual und Pedal

 

 

Gehäuseaufbau

Rolf Sebastian bei der Vorintonation des Holzgedackt 8'

 

Gehäuseaufbau

Uli Rudloff beim Einrastrieren von Pfeifen

Gehäuseaufbau

 

 

 

 

OBM Claus Sebastian beim Zulöten einer Pfeife der Rohrflöte 8'

Pfeifen im Hauptwerk

Orgel Rück- und Seitenansicht

 

Sieker Orgelmusiken

an der
Sebastian-Orgel
in der Friedenskirche

 

40. Sieker Orgelmusik
5. Februar 2012, 18.00 Uhr
César Franck (Choral a- moll), Grieg (Peer-Gynt-Suite I) u.a.
Ernst-Erich Stender, Lübeck, Orgel

 

41. Sieker Orgelmusik
6. Mai 2012, 18.00 Uhr
Latin Music im mehrstimmigen Gitarrensound mit Percussionbegleitung,Bass, Mandoline,Flöte und Akkordeon.
Ensemble „Musica Latina“

42. Sieker Orgelmusik
17. Juni 2011, 18.00 Uhr
Werke von César Franck (E-dur Choral) u.a.
Hans Bäßler, Hannover, Orgel

 

43. Sieker Orgelmusik
26. August 2012, 18.00 Uhr
Werke von César Franck (Piece Heroique) u.a.
Gerard Gillen, Irland, Orgel

 

Im Rahmen der Stormarner Kirchenmusiktage
Dienstag, 18. September 2012

15.00 Uhr

18.00 Uhr

Orgelführung für Kinder

Orgelpunkt (30 Minuten Orgelmusik)

Henning Münther, Bad Oldesloe

 

Im Rahmen der Stormaner Kirchenmusiktage
44. Sieker Orgelmusik
23. September 2012 18.00 Uhr
Kammermusik
Solisten des Ahrensburger Kammerorchesters

 

45. Sieker Orgelmusik
4. November 2012, 18.00 Uhr
César Franck (Sinfonie d-Moll) u.a.
Andreas J. Maurer-Büntjen, Bad Segeberg, Orgel

 

46. Sieker Orgelmusik
9. Dezember 2012, 18.00 Uhr
Gospelmusik zu Weihnachten
Stormarn Singers

 

47. Sieker Orgelmusik
31. Dezember 2012, 21.00 Uhr
Konzert zum Jahresausklang
Posaune und Orgel
Musikalische Silvesterknaller aus verschiedenen Epochen und der Unterhaltungsmusik
Marco Schröder, Posaune
Henning Bergmann, Orgel

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Aus der Werkstatt:

Wir haben eine Truhenorgel fertiggestellt, die eine Besonderheit in klanglicher und technischer Ausführung darstellt. Die Spieltraktur ist wie bei allen unseren Truhenorgeln als Stechermechanik angelegt.
Die Bass- und Diskantregisterzüge der einzelnen Register sind derart angeordnet, dass der Spieler sie mit einem Handgriff betätigen kann.
Durch den höherliegenden Schleifenteilungspunkt bei b' / h' und den Einbau eines BOURDON 16' ab h' ist es möglich, die Cantusfirmusstimmen von Chorälen und kleineren Orgelliteraturstücken ( z.B. Clérambault) ohne klangliche Brüche zu spielen. Die Manualklaviatur ist bis c'''' ausgebaut, sodass die rechte Hand oktavierend in der 8' Lage spielen kann. Dieses Instrument bildet eine gute Alternative zur zweimanualigen Orgel und kann daher sehr kostengünstig angeboten werden, da die Kosten für eine zweite Klaviatur samt Traktur, Koppelanlage und Windkasten eingespart werden.

 
 
 
 
Disposition:
Rohrflöte 8´
Gedacktflöte 4´
Prinzipal 2´
Bourdon 16´    ab h´
Quinte 5 1/3´   ab h´
Terz 3 1/5´      ab h´
Manualumfang: C - c´´´´
Schleifenteilung bei b´/h´
Stimmung: Werkmeister III

Gehäuse aus Eichenholz, gewachst
Maße(B,T,H): 1,38m x 0,78m x 0,90m