Aktuelles 

Orgelkonzerte auf Sebastian-Orgeln: 
 

Orgelkonzert zur Wiedereinweihung der Orgel nach der Renovierung

in der St. Laurentius-Kirche Liebenau

9. November 2008, 17.00 Uhr

Orgelkonzert mit Werken von

Johann Sebastian Bach, Georg Böhm, Dietrich Buxtehude und Max Reger

An der Orgel: Wolfgang Westphal

 
Syburger Sonntagsmusiken
weitere Informationen zur Orgel in Syburg

Sieker Orgelmusiken

 

Gebrauchtes Orgelpositiv zu verkaufen

 

Erbauer: Fa. Kemper, Lübeck

 

Baujahr: ca. 1960

   
  Disposition:  Manual  C - f'''
  Gedackt  8'
  Rohrflöte  4'
  Prinzipal  2'
  Quinte  1  1/3'
   
  angehängtes Pedal:  C - d'
   
  Sehr gut geeignet für kleinere Kirchen-
  räume, Friedhofskapellen oder als Chor-
  orgel.l
   
  Das Instrument ist zur Zeit spielbar.
  Bei Kaufinteresse wird die Orgel
  technisch und klanglich generalüberholt
  und mit einem neuen Gebläse versehen.
   
  Preisvorstellung: 15.000,--€ (incl. MWSt.)
  ab Werkstatt
   
   

 

Die Renovierung der Rudolf von Beckerath-Orgel

in der Christuskirche in Bremen-Vahr

 
Disposition der R. v. Beckerath-Orgel in der Christuskirche:
Hauptwerk  2.Manual     Winddruck  54 mm WS Rückpositiv  1.Manual     Winddruck  53 mm WS
Quintadena  16' Metallgedackt  8'                     elektrischer Tremulant
Prinzipal  8' Prinzipal  4'
Rohrflöte  8' Blockflöte  4'
Oktave  4' Waldflöte  2'
Spitzflöte  4' Sesquialtera  2-fach
Nasat  2  2/3' Quinte  1  1/3'
Oktave  2' Scharff  1'  4-fach
Mixtur  1  1/3' Krummhorn  8'
Trompete  8'
Brustwerk  3.Manual     Winddruck  60 mm WS Pedal                                 Winddruck  70 mm WS
(im Schweller)                 pneumatischer Tremulant Prinzipal  16'
Holzgedackt  8' Subbass  16'
Rohrflöte  4' Oktavbass  8'
Prinzipal  2 Bassflöte  8'
Oktave  1' Hohlflöte  4'
Terzian  2-fach Nachthorn  2'
Cymbel  3-fach Rauschpfeife  5-fach
Regal  8' Posaune  16'
Trompete  8'
Schalmey  4'
Spieltraktur und Regierwerk mechanisch
Koppeln: I/II, III/II, II/Ped., I/Ped.

 

 

 

Die Renovierung der Orgel erstreckte sich über den Zeitraum von Juni bis Mitte September 2007.

Dieses dreimanualige Instrument wurde 1962 von dem Hamburger Orgelbaumeister Rudolf von Beckerath (mein Lehrmeister) erbaut. Mit ihren 34 Registern steht die Orgel auf der Seitenempore der Christuskirche und entspricht in ihrer Intonation dem Beckerathschen Klangideal - grundtönige Prinzipal- und Flötenstimmen, sowie charaktervolle Aliquot- und Zungenstimmen. Das Tutti klingt kraftvoll, kommen die Zungen dazu, erhält die Orgel ein gravitätisch klingendes Plenum, so wie man es von den Beckerath - Orgeln aus der "Hand des Meisters" gewohnt ist.

Meine Intention war, an diesem typischen Klangbild nichts zu verändern. So wurden die Labial- und Zungenpfeifen lediglich auf präzise Ansprache überprüft und registerweise nachintoniert.  Außerdem erfolgte eine grundlegende Reinigung des Orgelinneren. Die Spieltraktur und das Regierwerk wurden überarbeitet und nachreguliert. Den Hauptbalg haben wir neu beledert. Da der elektrische Rückpositivtremulant sehr geräuschvoll arbeitete, wurde er überarbeitet und dabei geräuschärmer gestaltet. Den pneumatischen Brustwerktremulanten haben wir erneuert, da er unzuverlässig funktionierte.

Die Beläge der Manualobertasten sind durch Knochenauflagen ersetzt worden, die Manualuntertasten haben wir abgeschliffen und poliert.

Das Notenpult wurde größer und im Stile des Beckerathschen Spieltisches neu angefertigt. Die Ausleuchtung des Notenpultes und der Registerstaffeln war unzureichend. Deshalb erneuerten und verbesserten wir sie.

Die Kantorin und Organistin Frau Christine Borrmann veranstaltete in den vergangenen Jahren etliche Spendenaktionen und Benefizkonzerte und legte damit einen beträchtlichen finanziellen Grundstock für das Renovierungsprojekt.

Zu ihrem 40-jährigen Dienstjubiläum wünschte sich Christine Borrmann Spenden für den Einbau eines neuen Zimbelsternes.

Wir bauten einen Zimbelstern ein, der aus acht aus Messing gegossenen Schalenglocken besteht. Sie besitzen die Form und Legierung des Glockenspiels der historischen Art nach dem Orgelbaumeister Stumm und sind in der nachfolgend aufgeführten Tonfolge gestimmt: c5,d5, e5, f5, g5, a5, b5, h5

Die Geschwindigkeit des Glockenschlages kann an einem elektronischen Drehpotentiometer vom Spieltisch aus gesteuert werden. Das Gehäuse des Zimbelsternes ist aus massivem Eichenholz gefertigt, mit handverzinkten Eckverbindungen. Die Zimbelsternanlage wurde über dem Pfeifenwerk des Hauptwerkes montiert. Die Achse des Drehsternes ragt durch das Schleiergitterwerk über den Prospektpfeifen. Auf ihr wurde der 5-strahlige, vergoldete Stern angebracht.

Im Rahmen der Tagung zum 100. Geburtstag von Rudolf von Beckerath in der Hochschule für Künste in Bremen erklang die frisch renovierte Orgel am 27. Oktober 2007 zum ersten Mal öffentlich in einem beeindruckenden Konzert.

Der Bremer Domorganist Prof. Wolfgang Baumgratz spielte sieben Choralvorspiele aus op. 122 von Johannes Brahms, bewusst ausgewählt wegen der Verbindung zum Beckerath - Vater Willy, dem Maler eines der berühmten Brahms - Bilder. Anwesend waren neben etlichen ehemaligen Mitarbeitern und einem noch jetzt in der Firma tätigen Kollegen auch der Sohn Andreas von Beckerath.

Am Sonntag, den 11. November 2007, fand in der Christuskirche ein "Fest für die Orgel" statt. In verschiedenen (drei) Konzerten von 17°° - 22°° Uhr führten die drei Bremer Organisten  Prof. Wolfgang Baumgratz, Kai-Niko Henke, und Christian Faerber die vielfältigen Klangmöglichkeiten der Beckerath - Orgel und vor allen Dingen die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des neuen Zimbelsternes vor.

Wir Orgelbauer fühlten uns während der Renovierungsarbeiten und bei der Präsentation des Instrumentes auf dem "Orgelfest" von der Gemeinde und allen Verantwortlichen getragen und bestätigt.

Claus Sebastian
(Orgelbaumeister)

 

 

Ausgebaute Klaviaturen in der Werkstatt

 

Rolf Sebastian beim Einbau der HW-Prospektpfeifen 1

Spieltisch ohne Manuale und Notenpult

 

Rolf Sebastian beim Einbau der HW-Prospektpfeifen 2

 

Rolf Sebastian beim Säubern einer Prospektpfeife

 

OBM Claus Sebastian beim Nachintonieren vor dem SW

 

Uli Rudloff bei der Montage des Zimbelsternes

 

Stern und Achse des Zimbelsternes

Aufhängung des Zimbelsternes

 

Das ausgebaute Hauptwerk

Auseinandergenommene Zungen

 

Rolf Sebastian beim Ausbeulen eines Trompetenbechers

 

Rolf Sebastian in Erwartung einer 16' Prinzipalpfeife

 

Der auseinandergenommene Hauptbalg

 

Der Altartisch

 

Der Altarbereich in der Nachmittagssonne

 

 

 

Orgelneubau in der
Auferstehungskirche Reppenstedt
Fertigstellung 2007

Disposition:

Hauptwerk  C - g ''' Schwellwerk  C - g '''
Prinzipal  8' Metallgedackt  8'
Rohrflöte  8' Gambe  8'  C-H mit Gedackt  8' zusammen-
Oktave  4'                     geführt
Blockflöte  4' Rohrflöte  4'
Oktave  2' Flageolet  2'
Mixtur  1  1/3'  4-fach Quinte  2  2/3'
Trompete  8' Terz  1  3/5'
Quinte  1  1/3'
Scharff  1'  2-fach
Tremulant
Pedal  C - f '
Subbass  16'
Gedackt  8' Koppeln: II / I, II / Ped., I / Ped.
Oktave  4'      Transmission aus dem HW
Trompete  8' Transmission aus dem HW

Die Disposition entstand in Zusammenarbeit mit dem Orgelrevisor Herrn Reinhard Gräler, den Organistinnen Frau Almut Schacht, Frau Börner-Gleiß und dem Orgelbaumeister Claus Sebastian.
Die technische Anfertigung und Montageleitung lag in den Händen von Uli Rudloff. Rolf Sebastian wirkte bei der technischen Montage und der anschließenden Intonation mit.
Der Orgelprospektentwurf, die Bauzeichnungen, die Mensurierung der Pfeifen sowie die Intonationsleitung wurden durch Orgelbaumeister Claus Sebastian ausgeführt.

Der Einweihungsgottesdienst fand am Sonntag den 20. Mai 2007 um 10 Uhr statt.
Musikalisch wirkten mit: Die Organistin der Auferstehungskirche Frau Almut Schacht, die Solo-
trompeterin der Lüneburger Sinfoniker Frau Rita Akenau-Sanden und der Kantor und Organist der Lüneburger St. Michaeliskirche Herr Dr. Tobias Gravenhorst.

Uli Rudloff beim ersten Mauerdurchbruch für die Balgkammer

Uli Rudloff beim Anfertigen eines Wellenrahmens 1

 

Uli Rudloff beim Anfertigen eines Wellenrahmens 2

 

Linke Staffelei und Regierwerk

 

Transport der HW-Windlade auf die Empore

 

Uli Rudloff und Rolf Sebastian bei der Montage der SW-Windlade

 

Einbau der HW-Windlade

 

Gehäusemontage 1

 

Gehäusemontage 2

 

Rolf Sebastian bei der Gehäusemontage 3

 

Gehäusemontage 4

 

Uli Rudloff und Rolf Sebastian bei der Gehäusemontage 5

 

Uli Rudloff und Rolf Sebastian bei der Gehäusemontage 6

 

Uli Rudloff und Rolf Sebastian bei der Gehäusemontage 7

 

OBM Claus Sebastian bei der Vorintonation

 

OBM Claus Sebastian beim Aufdrehen einer Stimmrolle

 

Ofen und Brenneisen

 

Uli Rudloff beim Erhitzen der Brenneisen

 

Uli Rudloff beim Einrastrieren einer Pfeife mittels eines Brenneisens

 

Trompete 8' nach der Einrastrierung

 

Uli Rudloff beim Einrastrieren des Subbass 16'

 

Uli Rudloff bei der Montage einer Schwellertür

 

Gehäuse ohne Prospekt

 

Rolf Sebastian beim Einbau der Prospektpfeifen 1

 

Rolf Sebastian beim Einbau der Prospektpfeifen 2

 

Spieltisch mit geöffneter SW-Windlade

 

Blick vom Spieltisch auf einen Wellenrahmen und Abstrakten

 

Blick durch das Regierwerk seitlich auf den Spieltisch

 

Windlade mit geöffnetem Spunddeckel

Orgelneubau in der Friedenskirche Siek
Fertigstellung 2006

Prospektgestaltung:

Architekt Prof. Bernhard Hirche, Hamburg

Die Kirche in Siek, zunächst ein Bauwerk aus dem 13. Jahrhundert, wurde in der Mitte der fünfziger Jahre umgebaut.

Zu diesem Zeitpunkt wurde das Mauerwerk durch große Feldsteine ergänzt und eine hölzerne Kassettendecke eingezogen. Ebenso wurde eine Betonempore gebaut, die sich leider als akustisch ungünstig für die Kirchenmusik erwies.

Deshalb entschloss sich die Kirchengemeinde Siek auf Anraten ihres Organisten Herrn Henning Bergmann dieses akustische Problem vorrangig in einen Kriterienkatalog aufzunehmen.

Es entstand ein Orgelkonzept, das für uns als Orgelbauer insofern sehr reizvoll und interessant war, da es galt, ein Instrument zu bauen, das freischwebend vor die vorhandene Empore gesetzt werden sollte.

Der Hamburger Architekt Prof. Bernhard Hirche entwarf das Gehäuse und den Umbau der Empore. Dabei wurde die wuchtige Betonbrüstung entfernt und durch ein unauffälliges Eisengitter ersetzt. Ohne Stützpfeiler konnten die beiden Orgelgehäusekörper mit Hilfe einer Stahlkonstruktion vor die vorhandene Empore gebaut werden.

Im linken Orgelgehäuse befindet sich das Hauptwerk und im vorderen Bereich die  Cs-Lade  des Pedals. Das rechte Gehäuse enthält das Schwellwerk mit der davorgesetzten  C-Lade des Pedals. Der Spieltisch steht , mittig angeordnet, hinter den Orgelgehäusen. Durch den die Gehäuseteile trennenden Zwischenraum besteht Blickkontakt in den Altarraum. Ergänzend ist im Spieltisch ein Monitor eingebaut, über den sich mit einer Kamera der Altarraum gut einsehen lässt. Die Gehäuseseiten und -rückwände sind mit senkrechten Lamellen versehen, sodass die Organisten auch am Spieltisch einen optimalen Klangeindruck des Instrumentes haben.

Die Bauzeichnungen, die Mensuren der Pfeifen und die Intonation wurden durch Orgelbaumeister Claus Sebastian ausgeführt. Mit der Montageleitung und der Anfertigung der mechanischen Spiel- und Registertrakturen war der Orgelbauer Ulrich Rudloff betraut. Bei der technischen Montage und der anschließenden Intonation war der Orgelbauer Rolf Sebastian maßgeblich beteiligt.

Die Disposition der Orgel wurde in Zusammenarbeit des Orgelbausachverständigen Herrn Kirchenmusikdirektor Hans-Martin Petersen mit dem Organisten Herrn Studiendirektor Henning Bergmann erstellt. Sie ermöglicht die Darstellung aller Orgelwerke vom Barock über die Romantik bis zur Moderne.         

Claus Sebastian

Orgelbaumeister


Disposition:

Hauptwerk C - g''' (2.Manual) Schwellwerk C -  g''' (3.Manual)
Prinzipal  8' Bourdon  16'
Rohrflöte  8' Hohlflöte  8'
Oktave  4' Salicional  8'
Spitzflöte  4' Vox coeleste  8'
Quinte  2  2/3' Prinzipal  4'
Oktave  2' Traversflöte  4'
Mixtur  1  1/3'  4  fach Nasard  2  2/3'
Trompete  8' Flageolet  2'
Terz  1  3/5'
Pedal C - f' Quinte  1  1/3'
Subbass  16 Trompette harm.   8'
Prinzipalbass  8' Hautbois  8'
Gedackt  8'
Choralbass  4' Tremulant
Posaune  16'
Trompete  8'
1. Manual = Koppelmanual
Koppeln: II / Ped., III / Ped., II / I  ab
Spieltrakturen für die Manuale, das Pedal und die Koppeln mechanisch, in Holzbauweise
Registratur und Spielhilfen elektrisch
Setzerkombinationen (2.048) elektronisch

 

 

 

 

Transport des Spieltisches auf die Orgelempore

Orgelunterkonstruktion aus Stahlträgern

Spieltraktur Manual und Pedal

 

 

Gehäuseaufbau

Rolf Sebastian bei der Vorintonation des Holzgedackt 8'

 

Gehäuseaufbau

Uli Rudloff beim Einrastrieren von Pfeifen

Gehäuseaufbau

 

 

 

 

OBM Claus Sebastian beim Zulöten einer Pfeife der Rohrflöte 8'

Pfeifen im Hauptwerk

Orgel Rück- und Seitenansicht

 

Sieker Orgelmusiken

an der

Sebastian – Orgel

in der Friedenskirche

 

18. Mai 2008, 17.00 Uhr

"Die Biene Beatrix"

Familienkonzert mit Orgelmusik und Texten für Kinder, Eltern, Großeltern und andere junggebliebene Musikliebhaber

An der Orgel: Birgit Desch, Hannover

Textleserin: Sybille Harms

Birgit Desch präsentiert in ihren Familienkonzerten durchkomponierte Geschichten. Die "Biene Beatrix" erklärt in einer spannenden Rahmenhandlung, was in einer Kirche geschieht, wer dort arbeitet und natürlich wird auch mehrmals zusammen gesungen.

 

 

13. Juli 2008,18.00 Uhr

Konzert mit Werken für Orgel und Sopran aus verschiedenen Epochen und Orgelwerken von Bach (Präludium und Fuge D-Dur)

Sopran: Katharina Maria Kagel, Sopran

Katharina Maria Kagel ist als Sängerin aus verschiedenen Opernaufführungen bekannt. Sie interpretierte u. a. Mozarts "Königin der Nacht" in Kairo,und die "Brünhilde " aus Wagners "Ring der Nibelungen" in St. Pölten/Österreich.

An der Orgel: Henning Bergmann
 

 

7. September 2008, 18.00 Uhr

Orgelkonzert mit Werkern von Buxtehude, Bach (C-Dur Triosonate,F-Dur Toccata) u. a.

 
An der Orgel: Hans Bäßler, Hannover

Prof. Dr. Hans Bäßler war von 1970-1994 Organist an der Hauptkirche St. Petri zu Hamburg und lehrt seit 1994 als Professor für Musikpädagogik an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Er ist Vizepräsident des deutschen Musikrates.

 

 

9. November 2008, 18.00 Uhr

Orgelkonzert mit Werken von Buxtehude, Bach u.a.

 
An der Orgel: Ernst-Erich Stender

Prof. Ernst-Erich Stender wurde 1973 zum Organisten an St. Marien zu Lübeck gewählt. An dieser bedeutenden Kirche (Dietrich Buxtehude wirkte hier von 1667-1707) spielt er jährlich 50-70 Konzerte mit wechselnden Programmen. Zahlreiche CD-Einspielungen wurden mit dem "Preis der deutschen Schallplattenkritik und dem  "Deutschen Schallplattenpreis" gewürdigt.

 

 

31. Dezember 2008, 21.00 Uhr
Konzert zum Jahresausklang

 

Musikalische Highlights aus verschiedenen Epochen und der Unterhaltungsmusik
 
Marc Löhrwald, Saxophon

Marc Löhrwald konzertierte mit der NDR Bigband und mit der Downtown Bigband, er tourte mit der Bigband "Blechschaden" durch Israel und mit dem Ruben Arnold Quartett durch Rexas. Mit seinem Saxophon interpretiert er Werke der musikalischen Historie ebenso überzeugend wie Jazz- und Popstandards.

 
An der Orgel: Henning Bergmann

nach oben

 
 

 

 

Der neue Klang der Arster Orgel

Von Anfang Juni bis Ende September 2006 haben wir Erweiterungs- und Verbesserungsarbeiten an der Orgel der St. Johanneskirche in Bremen-Arsten durchgeführt.

Das Instrument wurde 1959 von der Fa. A. Führer mit 16 Registern auf zwei Manualen und Pedal erbaut. In den nachfolgenden Jahrzehnten wurden an der Orgel verschiedene Registerumstellungen vorgenommen. So erhielt die Quinte  2  2/3' im Hauptwerk ein zusätzliches Register Terz  1  3/5' ab g° und wurde somit zur Sesquialtera umgebaut. Anstelle der vorhandenen Rauschpfeife im Pedal wurde ein neues Fagott  16' eingebaut. Im Hauptwerk befand sich seit dem Bau der Orgel als einziges Grundregister eine Rohrflöte 8', die natürlich keine befriedigende Grundlage  für einen ausgewogenen, grundtönigen Klang des Instrumentes war.

Das war der Anlass für die Kirchenmusikerin Frau Carola Mühlenweg, in jahrelangen Sammelaktionen und Benefizkonzerten für die klangliche Erweiterung des Instruments zu werben. Nach Begutachtung und Befürwortung durch den Orgelbausachverständigen der Bremischen Landeskirche Prof. Wolfgang Baumgratz haben wir die Hauptwerkswindlade in der Werkstatt um zwei zusätzliche Register erweitert : Der Prinzipal  8' steht ab c° mit neuen Pfeifen auf der Windlade. Aus Platzgründen wurde die tiefe Oktave C - H mit den vorhandenen Pfeifen des Oktavbass  8' im Pedal zusammengeführt. Des weiteren erhielt die Hauptwerkswindlade ein neues Register Spitzflöte  4'. Im Pedal wurde an Stelle der Clarine  4' ein neues Register Choralbass  4' eingebaut. Außerdem haben wir den Prinzipal 2' vom Brustwerk in das Hauptwerk gesetzt, sodass dort jetzt ein durchgängiger Prinzipalchor vorhanden ist. Die Flöte  2' wurde anstelle des Prinzipal  2' in das Brustwerk eingebaut.

Die Zungenregister der Orgel wurden eingehend überholt und nachintoniert. Die Brustwerkswindlade erhielt einen neuen Tremulanten.

Am Sonntag, den 8. Oktober 2006 präsentierte sich die Orgel bei ihrer Wiedereinweihung in nachfolgend aufgeführter Disposition:

Hauptwerk : C - f'''

Brustwerk :  C - f'''
Prinzipal  8' Holzgedackt 8'
Rohrflöte  8' Blockflöte  4'
Praestant  4' Flachflöte  2'
Spitzflöte  4' Quinte  1  1/3'
Oktave  2' Scharff  4  fach
Sesquialtera  2  2/3' + 1  3/5'  1 - 2  fach Krummhorn  8'
Mixtur  1  1/3'  4  fach
Trompete  8' Tremulant
Pedal : C - f'
Subbass  16'
Oktavbass  8'
Choralbass  4'
Fagott  16'
Stimmung: Neidhard 1724

Vorintonation des Prinzipal 8' in der Werkstatt durch OBM Claus Sebastian

Uli Rudloff beim Einschlagen der Tennschiede

Stockverführungen mit Rückschlagklappen

Anfertigung von Rückschlagklappen

Kanzellenerweiterung

Anfertigung eines Rückschlagklappenrelais



 

Aus der Werkstatt:

Wir haben eine Truhenorgel fertiggestellt, die eine Besonderheit in klanglicher und technischer Ausführung darstellt. Die Spieltraktur ist wie bei allen unseren Truhenorgeln als Stechermechanik angelegt.
Die Bass- und Diskantregisterzüge der einzelnen Register sind derart angeordnet, dass der Spieler sie mit einem Handgriff betätigen kann.
Durch den höherliegenden Schleifenteilungspunkt bei b' / h' und den Einbau eines BOURDON 16' ab h' ist es möglich, die Cantusfirmusstimmen von Chorälen und kleineren Orgelliteraturstücken ( z.B. Clérambault) ohne klangliche Brüche zu spielen. Die Manualklaviatur ist bis c'''' ausgebaut, sodass die rechte Hand oktavierend in der 8' Lage spielen kann. Dieses Instrument bildet eine gute Alternative zur zweimanualigen Orgel und kann daher sehr kostengünstig angeboten werden, da die Kosten für eine zweite Klaviatur samt Traktur, Koppelanlage und Windkasten eingespart werden.

 
 
 
 
Disposition:
Rohrflöte 8´
Gedacktflöte 4´
Prinzipal 2´
Bourdon 16´    ab h´
Quinte 5 1/3´   ab h´
Terz 3 1/5´      ab h´
Manualumfang: C - c´´´´
Schleifenteilung bei b´/h´
Stimmung: Werkmeister III

Gehäuse aus Eichenholz, gewachst
Maße(B,T,H): 1,38m x 0,78m x 0,90m